In der zu verwaltenden Managementdomäne existieren eine Reihe von
Hardware-Komponenten (Appliances), die mit Hilfe von JMAPI zu
administrieren sind. Für die hierzu notwendige Überwachung und Steuerung
werden Agenten eingesetzt, die jeweils auf den Appliances laufen. Sie
realisieren die eigentliche Managementfunktionalität auf den Appliances. Die
Koordination der Aktivitäten der Agenten erfolgt durch einen Server-Prozeß
auf einem speziellen Host, dem Managed Object Server. Neben der
Kommunikation mit den Agenten übernimmt der Managed Object Server die
Verwaltung von in Java implementierten Managed Objects, welche die abstrahierte
Managementinformation beinhalten. Managementaktionen, die sich in der
Manipulation von Managed Objects äußern, werden von diesen auf entsprechende
Aktionen der Agenten abgebildet. Die Managed Objects werden in einer auf dem
Server vorhandenen Datenbank persistent gespeichert.
Das JMAPI Organisationsmodell macht die Annahme, daß es sich bei den Agenten i. d. R. um in Java implementierte Agent Objects handelt, die von einer Agent Object Factory verwaltet werden. Der Einsatz anderer Agenten, wie z. B. SNMP- oder CORBA-Agenten ist jedoch auch möglich, und wird im Falle der SNMP-Agenten durch eine mitgelieferte SNMP-Klassenbibliothek unterstützt.
Die Interaktion mit dem System erfolgt über spezielle Clients. Hierbei handelt es sich um Java Applets oder Applications, welche die Möglichkeit bieten, relevante Managementinformation in einer für den Benutzer konsistenten Weise darzustellen, und es zudem gestatten, Managed Objects zu modifizieren, zu löschen oder neue Managed Objects anzulegen.